Die evolutionäre Perspektive sieht den Menschen und sein Schalten und Walten konsequent eingebunden in das irdische naturgeschehen. Wozu also, wenn es doch letztlich um das diesseitige »survival of the fittest« geht, sollte sich der Mensch in den Glaubenslabyrintehn des Religiösen verlieren?
Wozu Vorstellungen von Transzendenz? Wozu Hoffnungen auf Liebe und Ängste vor Strafe aus Qullen, die naturwissenschaftlich gar nicht darstellbar sind und deren ontologischer Status auch dem Gläubigsten unklar bleiben muss?
Auf den ersten Blick ist Religiosität alles andere als naturgeschichtlich plausibel, und deshalb wird der betende Mensch gern als Beleg für die Auffassung verwendet, dass es auf Erden eben doch nicht so einhundertprozentig Darwinisch korrekt zugehe, wie evolutionäre Anthropologen gerne behaupten.
In dem Vortrag wird es darum gehen, evolutionäre Szenarien für die Entstehung konstituierender Elemente von Religiosität zu entwerfen, die in der Summe die Interpretation nahe legen, das auch Gläubigkeit nicht irdischer Nützlichkeitsbewertungen entkommt, folglich Darwinisch selektiert wurde und deshalb als transkulturelle Universalie untrennbar zur conditio humana gehört.
Prof. Dr. rer. nat. Eckart Voland, geboren 1949, ist seit 1995 Professor für Philosophie der Biowissenschaften am Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft der Justus-Liebig-Universtität Gießen. Er forscht auf den Gebieten der Evolutionären Anthropologie (Soziobiologie, Verhaltensökologie), Biophilosophie (Evolutionäre Ethik, Evolutionäre Ästhetik, Evolutionäre Religionswissenschaft) und historischen Demographie.
Bisherige Bücher u.a.:
Freitag 3. September 2010, 20:00 Uhr
Dalberghaus, N3, 4 Mannheim
Eintritt: 7 EUR — Bei Voranmeldung per E-Mail: 6 EUR. Ermäßigt: 4 EUR
Veranstalter: Säkulare Humanisten Rhein-Neckar im Förderkreis der Giordano-Bruno-Stiftung
in Kooperation mit dem Bund für Geistesfreiheit Rhein-Neckar
Flyer für diese und die nächste Veranstaltung am 5.11. mit Carsten Frerk als PDF, ca. 1,5 kByte
Der Vortrag wird sich mit normativen Aspekten der gegenwärtigen Situation befassen, nämlich mit den anthropologischen und ethischen Konsequenzen, die sich schon jetzt aus dem rasanten Erkenntnisfortschritt in den empirischen Mind Sciences — also in den den Neuro- und Kognitionswissenschaften — ergeben.
Was ist die Rolle der akademischen Philosophie im Zeitalter der Hirnforschung? Wie begegnet man auf philosophischer, aber auch gesellschaftlich-kultureller Ebene den massiven Veschiebungen in unserem eigenen Bild von uns selbst, was kann die Philosophie zur Minimierung psychosozialer Folgekosten und zu einer rationalen kulturellen Integration des neurowissenschaftlichen Erkenntnisfortschritts beitragen?
Prof. Dr. Metzinger wird zeigen, dass dabei neue Probleme für die angewandte Ethik eine interessante Rolle spielen, insbesondere das vor kurzem entstandene Gebiet der »Neuroethik«. Aber auch um Konsequenzen in der Anthropologie,um die sozialen Folgen, die ein verändertes Menschenbild haben könnte, wird es gehen.
Eine abschließende These wird sein, dass das, was wir letztlich brauchen, nicht nur eine an gewandte Ethik für die Neurowissenschaften und die Neurotechnologie ist, sondern auch eine »Bewusstseinsethik«.
Thomas Metzinger, * 1958 in Frankfurt am Main, lehrt Theoretische Philosophie an der Universität Mainz, leitet dort den Arbeitsbereich Neuroethik und gilt weltweit als einer der profiliertesten Philosophen des Geistes.
Er war von 2005 bis 2007 Präsident der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, ist seit Herbst 2009 Präsident der Association for the Scientific Study of Consciousness und war bis Sommer 2009 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Neben zahlreichen Fachaufsätzen und -büchern schreibt er regelmäßig Beiträge für Magazine (u. a. ZEIT Wissen, Gehirn & Geist) und Zeitungen. Sein erstes Buch für ein breites Publikum: »Der Ego-Tunnel: Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik«
Freitag 3. September 2010, 20:00 Uhr
Saalbau Bornheim, Arnsburger Straße 24, 60386 Frankfurt a.M., Clubraum 1.
Eintritt: 7 EUR — Bei Voranmeldung per E-Mail: 6 EUR. Ermäßigt: 3 EUR
Veranstalter: Säkulare Humanisten Rhein-Main in Kooperation mit der Giordano-Bruno-Stiftung und DiKoM e.V.
Die angefangene Sammlung zum Thema
»Musik, Geld, Recht & Technik«
Eine Einführung ins Internet. Betagt, aber immer noch brauchbar. Auch heute benutze ich alternative Software wie Opera, Firefox und Phoenix Mail; damals war es der Netscape Navigator.
Tipps & Tricks zum Thema »EDV«
Hier gibt es keine »versteckten« Optionen von Word & Co. sondern grundlegene Informationen, die für jede Software hilfreich ist. Z.B. typische Tastaturkommandos die einen 10-Finger-Blindschreiber schnell machen.
Das heißt, Sie können vor jede dieser Adressen (Domain) einfach die Unteradresse (Subdomain) schreiben (natürlich mit Punkt dazwischen) und finden zur gleichen Stelle.